Das Sliding Window Konzept ist eine effiziente Möglichkeit der Flusssteuerung und Fehlererkennung. Es wird in einigen Protokollen der Sicherungsschicht angewendet (z.B. HDLC und PPP). TCP auf der Transportschicht verwendet eine dynamische Variante des Sliding Window.
Sliding Window ist die Fortentwicklung des Stop-and-Wait Mechnismus. Bei dem der Sender erst nach der Bestätigung für ein Paket das nächste Senden darf.
Beim einem Schiebfensterprotokoll kann der Sender eine gewisse Anzahl von Paketen senden, ohne das er zwischenzeitlich eine Bestätigung bekommen hat. Das erfordert, dass der Sender einen Sendepuffer benötigt, denn kommt nach dem Senden von n Nachrichten keine (oder eine Negative) Bestätigung müssen die n Rahmen alle erneut gesendet werden. Erst wenn ein Rahmen bestätigt wurde, darf er aus dem Puffer gelöscht werden und macht somit Platz für einen neuen Rahmen. So wird das Fenster immer weiter nach rechts geschoben (in Richtung höherer Sequenznummern). Das Fenster an sich muss weniger Pufferplätze haben als es Sequenznummern gibt, damit sichergestellt wird, dass eine Sequenznummer eindeutig zugeordnet werden kann.
Auch der Empfänger muss einen Puffer haben. Er nimmt nur Daten an, die in das aktuelle Fenster passen, so können verspätete Pakete nicht aus Versehen doppelt angenommen werden. Bei den meisten Umsetzungen bestätigt der Empfänger nicht jedes Paket, sondern sendet lediglich ab & zu eine Nachricht in der steht, welche Nummer er als nächstes erwartet. Wenn nur einzelne Frames/Pakete nicht ankommen können diese auch Selektiv neu angefordert werden. Das vermeidet, dass bei dem Verlust einer Nachricht alle darauf folgenden auch neu gesendet werden, obwohl sie eigentlich korrekt angekommen sind.